* eins. eins. fünfzehn.

Das neue Jahr schläft noch, das alte sammelt sich in den schmutzigen Rinnsteinen der Stadt, liegt zerknautscht und abgebrannt auf dem Asphalt.


Irgendetwas bleibt zurück.

Weil deine Schritte raumgreifender wurden, weil du seltener zurückschaust und viel häufiger hoch und nach vorn und weil es vielleicht einfach nicht anders geht.


Weil das, was war, deine Blicke immer erwidert, und das, was sein wird, die Augen geschlossen hält.


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* drei

Was hat Spuren hinterlassen und wieviele Schritte waren es bis genau hier?


Schneeknirschen unter vorsichtig gesetzten Füßen, das Nachgeben der perfekten Oberfläche und spüren, wie sich alles zusammenschiebt. Vom Wissen, dass das alles wieder verschwindet, dass drunter Luft geholt wird und es immer nur endet und beginnt und endet und beginnt und dann tropft dir Tauwasser in den Nacken, weil der Schal vergessen auf dem Bett liegt, weil du auf den Boden starrst, als würdest du Antworten entziffern, die dir jemand hinterließ, der schon lange nicht mehr da ist.


Das kalte Winterlicht schleift die Kanten unserer Fußspuren ab, irgendwann werden sämtliche Vertiefungen mit frischem Weiß gefüllt, und obwohl Unebenheiten bleiben, wirkt alles wieder glatt.


(Am schönsten ist das, was nicht bleibt.)





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* frankfurter buchmesse


Zwischen Büchern und Menschen.


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* zwei

Wir vermissen die Abende an Fluss-, und See-, und Meeresufern, und wie der Sand fester und das Gras weicher wird, je näher die Nacht kommt.

 

 

 

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* eins

Der Oktober hat Nebel und Regen mitgebracht, wir sitzen drinnen und schauen raus, dorthin, wo wir vor ein paar Wochen noch in der Sonne saßen. Dorthin, wo sich jetzt matschig nasse Blätter sammeln, wo Nüsse liegen und Eichhörnchen Vorräte sammeln, wenn der Regen nachlässt.


Die Heizung gluckert träge, hat sich am Stillstand verschluckt.

Wärmflaschen wandern aus Schränken zurück in Betten.

Die Tage werden irritierend schnell kürzer und wir ziehen an ihren Rändern, dehnen sie, wärmen sie am Ofen.


Als wäre der Sommer ganz plötzlich verschwunden, und nicht Schritt für Schritt, stehen wir überrascht am Fenster und starren ins Grau.

Nebel zerkaut die Baumspitzen, schluckt die Ferne, fliesst durch den Garten.

In den Sträuchern hängen müde Spinnweben.


Statt in die Sonne zu blinzeln, schlagen wir Bücher auf.

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